Metalltechnikbetrieb gestaltet mit Künstlern Schrott-Skulpturenweg in Tirol

Ein Kunstprojekt in Kössen verwandelt Müll in Kunst. Die Tiroler Edelschmiede setzte die Entwürfe der internationalen Künstler um.

Foto: Kulturschmiede Kaiserwinkl (frei)
Stefan Schwentner, Geschäftsführer der Tiroler Edelschmiede, hat eine Skulptur zum Thema Umweltschutz und nachhaltige Ressourcennutzung in Kössen am Schrott-Skulpturenweg ausgestellt.

Foto: Kulturschmiede Kaiserwinkl (frei)

Das Kunstprojekt „Transformationen“ in Kössen, Tirol, zeigt Werke aus Müll und Schrott. Rund 20 Künstler aus drei Ländern haben dafür Kunst aus Recyclingmaterial geschaffen. Es stammt von einer alten Müllhalde in der Auwirtslacke. Die Kunstwerke entstanden in Zusammenarbeit mit der Tiroler Edelschmiede. Der Metalltechnikbetrieb hat dafür Entwürfe von Künstlern umgesetzt, Halterungen für Skulpturen angefertigt und die Beschilderung für einen Rundgang montiert. Stefan Schwentner, Geschäftsführer der Tiroler Edelschmiede, steuerte ebenfalls eine Skulptur für das Kunstprojekt bei.

Waidring, 29. August 2019 – „Das Projekt ‚Transformationen‘ in Kössen hat mich sofort begeistert. Metall ist mein Material. Meine Skulptur ist eine Auseinandersetzung mit den Themen Rohstoffe und Recycling“, erklärt Stefan Schwentner, Geschäftsführer der Tiroler Edelschmiede. „Transformationen“ heißt das Kunstprojekt in Kössen, Tirol, das sich mit Müll und seiner Problematik beschäftigt. Schwentners Werk „DNA“ ist ein kritischer Blick auf die Industriegesellschaft und ihren Umgang mit dem Werkstoff Metall. Die DNA-Stränge aus Altmetall symbolisieren Zwischenstationen des Materials und zeigen die Notwendigkeit auf, den Rohstoff wiederzuverwerten.

Kunst, Kreativität und Können
Neben seinem persönlichen Beitrag hat sich Schwentner mit seinem Unternehmen, der Tiroler Edelschmiede, an dem Projekt beteiligt. „Wir arbeiten immer wieder mit Künstlern zusammen und setzen deren Entwürfe um. Bei diesem Projekt haben wir auch die Skulpturen an ihren vorgesehenen Plätzen errichtet und die Beschilderungen für einen Rundgang mit Schautafeln montiert. Das Projekt wird fortgesetzt und wir stehen mit unserem Know-how auch weiterhin Künstlern zu Seite, wenn es darum geht, ihre Visionen und Ideen zu realisieren“, sagt Schwentner. Die Skulpturen aus dem Projekt stehen entlang der Ache in Kössen und sind mittlerweile ein viel beachtetes Ziel für Einheimische und Besucher.

Jahrelang Verborgenes wird zu Kunst
Das Kunstprojekt ist aus einem Bauprojekt entstanden: Entlang der Ache in Kössen waren Bauarbeiten notwendig, um einen Hochwasserschutz für die Gemeinde zu errichten. Im Zuge dieser Arbeiten wurde eine alte Müllhalde entsorgt. Die ehemalige Deponie befand sich in einer parallel zur Ache liegenden Grube. An dieser Stelle wurde der neue Flusslauf der Ache fixiert. Hartmuth Brinkmann, Obmann der Kulturschmiede Kaiserwinkel, startete angesichts der Unmengen an zutage gefördertem Schrott und Abfall die „Transformationen“. Aus dem Müll erschufen rund 20 Künstler aus Österreich, Deutschland und dem Iran Werke zum Nachdenken. Die Altlasten erhielten im Zuge des Projekts eine neue Bedeutung. „Es wurde heiß diskutiert über die Aktion. Vielen war es nicht recht, dass Schrott und Müll derart sichtbar präsentiert werden. Mittlerweile kommen aber Touristen nach Kössen, um genau diesen ‚Müll‘ zu sehen“, freut sich auch Schwentner über das gelungene Projekt.

Corporate Data
Tiroler Edelschmiede ist die Marke, unter der die Design & Schmiede GmbH aus Waidring im Pillerseetal am Markt auftritt. Das Familienunternehmen wurde 1984 von Hans Schwentner gegründet und beschäftigt aktuell zehn Mitarbeiter. Heute trägt Hans’ Sohn Stefan Schwentner als Geschäftsführer Verantwortung. Mit einem breiten Produktangebot ist die Tiroler Edelschmiede der „Amboss für schneidige Ideen“ – im Bereich der Hotellerie ebenso wie in der Zusammenarbeit mit Architekten und gewerblichen Kunden.

Mehr Informationen unter: https://www.edelschmiede.tirol/