Großteil der Einbrecher scheitert an zertifizierten Tresoren

Verband der Sicherheitsunternehmen Österreichs macht sich für die Qualität von Sicherheitsschränken stark.

Foto: VSÖ (frei)
Andreas Teischl – Generalsekretär und Sprecher des VSÖ (Verband der Sicherheitsunternehmen Österreichs)

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VSÖ-zertifizierte Tresore bieten ein hohes Maß an Sicherheit. Zudem können Besitzer eines Tresors, der den Sicherheitsstandards entspricht, nach einem Einbruch mit Schadensgutmachungen rechnen. „Beim Thema Sicherheit sollte nicht am falschen Platz gespart werden“, betont Andreas Teischl, Generalsekretär des VSÖ Verband der Sicherheitsunternehmen Österreichs. Er spricht sich für standardisierte Versicherungsbedingungen bei Tresoren aus.

Wien, 9. Juni 2021 – „Tresor bedeutet nicht zwingend Sicherheit“, weiß Andreas Teischl. Das sei für viele Käufer verwirrend. „Um sicherzugehen, dass ein Qualitätstresor ins Haus oder in die Wohnung kommt, sollte man auf das VSÖ Label und die Prüfzeichen VdS oder ECB.S achten“, erklärt der Generalsekretär des VSÖ Verband der Sicherheitsunternehmen Österreichs. Diese Wertschutzschränke wurden von führenden europäischen Prüflabors genauestens unter die Lupe genommen und sind zertifiziert. Bei den Tresorüberprüfungen wird getestet, mit welchem Werkzeug der geringste Widerstandsgrad zu erwarten ist. Gleichzeitig beeinflusst die reine physische Kraft des Prüfers das Prüfergebnis. Die Skala der Tresor-Sicherheitsklassen reicht von VSÖ EN0 bis VSÖ EN10. Aktuell ist EN6 die höchste Sicherheitsklasse, in der es zertifizierte Schränke gibt.

Gut verankert
Im privaten Bereich sind vor allem Schränke im Gebrauch, deren Einbruchswiderstand weit unterhalb der gängigen geprüften und zertifizierten Behältnisse ist. Damit der Aspekt Sicherheit mehr zu tragen kommt, sollte man auch hier zu anerkannten Tresoren in den Klassen S1 und S2 greifen. Der wesentliche Vorteil von geprüften Schränken ist, dass diese keine Schwachstellen haben. Das heißt, dass auch die Tresorschlösser und Riegelwerke den gleichen Einbruchswiderstand haben. Wichtig ist weiters, dass Sicherheitsschränke fest verankert sind. Somit ist der Versicherungsschutz gewährleistet.

Frage der Haftung
Für besondere Wertgegenstände, die im Privathaushalt aufbewahrt werden, empfehlen Sicherheitsexperten Schränke der Sicherheitsklassen VSÖ EN0 bis VSÖ EN3. Diese Schränke können nur von geübten Einbrechern mit entsprechendem Werkzeug „geknackt“ werden. Für den Geschäftsbereich sollte man die Sicherheitsklasse VSÖ EN3 und höher wählen. „Bei nichtzertifizierten Sicherheitsschränken kommt es vor, dass Versicherungen Schadensgutmachungen ablehnen“, berichtet Andreas Teischl. Und noch einen Tipp hat der Sicherheitsexperte: Schlüssel und Öffnungscode für den Sicherheitsschrank sollten gut und sicher verwahrt werden. Wird der Schrank ohne Einbruchsspuren geöffnet, haftet die Versicherung nicht für den entstandenen Schaden.

Corporate Data
VSÖ Verband der Sicherheitsunternehmen Österreichs ist ein unabhängiger Verband von Unternehmen und Institutionen in Österreich, dessen Mitglieder sich mit Sicherheit in allen denkbaren Formen beschäftigen. Wer an Sicherheit denkt, denkt an den VSÖ Verband der Sicherheitsunternehmen Österreichs, lautet die Vision des Verbands. Ziele sind unter anderem, den Verband als führende Institution der Sicherheitsbranche sowie als unverzichtbaren Partner bei Normenentstehung und Richtlinienarbeit zu etablieren. Zum VSÖ Verband der Sicherheitsunternehmen Österreichs gehören die Fachgruppen Elektronik, mechanische und mechatronische Sicherheitseinrichtungen sowie Sicherheitsdienstleister. VSÖ Verband der Sicherheitsunternehmen Österreichs wurde 1975 gegründet und zählt aktuell 70 Mitgliedsbetriebe. Andreas Teischl ist Generalsekretär und Sprecher der Initiative.

Weitere Informationen unter www.vsoe.at