„Super.Schneller.Schlosser.“ inspiziert Wiener U-Bahn-Brücke

Hartl Metall führt seit 10. Juli 2017 die Hauptinspektion der U6-Brücke über die Säulengasse durch.

Foto: Hartl Metall (frei)
Die Hauptinspektion der U6-Brücke über die Säulengasse wird von Hartl Metall durchgeführt.

Foto: Hartl Metall (frei)

Die Wiener Linien vertrauen bei der alle sechs Jahre durchzuführenden Hauptinspektion der U6-Brücke über die Säulengasse erstmals auf Hartl Metall. Das oberösterreichische Schlossereiunternehmen führt alle dafür notwendigen Bauleistungen durch und koordiniert sämtliche Subunternehmen. Die Prüfleistungen wurden an FCP Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH aus Wien vergeben.

Wien/Waldneukirchen, 17. Juli 2017
– Die Wurzeln der U6, Wiens längster U-Bahn-Linie, liegen in der 1898 eröffneten Wiener Stadtbahn. Sie gilt als eine der bedeutendsten Bauten des Architekten und Stadtplaners Otto Wagner. Neben Bahnhofs- und Stationsgebäuden sowie Viadukten entwarf Wagner auch Brücken. Die 16,82 Meter lange Stahlbrücke über die Säulengasse im 9. Wiener Gemeindebezirk dürfte zu seinen Werken zählen.

Externes und internes Teamwork
Die Brücke besteht aus einem Tragwerk mit jeweils zwei genieteten Vollwandhauptträgern und Querträgern. An ihre äußeren beiden Hauptträger sind seitlich auskragende Konsolen für Geh- und Fluchtwege montiert. Die Fahrbahn ist mit Buckelblechen für das Schotterbett geschlossen. „Um die Hauptinspektion durchführen zu können, sind sowohl Bau- als auch Prüfleistungen erforderlich. Letztere übernimmt unser Kooperationspartner FCP Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH aus Wien. Für Hartl Metall ist dieser Auftrag unternehmensintern eine Premiere. Erstmals verbindet diese Aufgabe die beiden Geschäftsbereiche Brückenkonstruktionen und Service & Maintenance in einem Projekt“, erklärt Martin Hartl, Geschäftsführer von Hartl Metall.

Genauigkeit zählt
Im Rahmen der Hauptinspektion gilt es eine Reihe exakt definierter Leistungen gemäß Prüfvorschriften der Wiener Linien zu erbringen. Dazu zählen beispielsweise Überprüfungen auf mögliche Risse, Verformungen und Korrosion. Sie erfordern große Sorgfalt und Genauigkeit. Ebenso ist der Sitz von Schraub- und anderen Metallverbindungen sicherzustellen. Zudem müssen am Schottertrogblech Blechdickenmessungen vorgenommen werden.

1.500 Nieten
Die Brücke hat mehr als 25.000 Nieten. Davon werden 1.500 Nieten nach exakt festgelegten Stichproben überprüft. Risse infolge Materialermüdung gehen bei Nietkonstruktionen mit großer Wahrscheinlichkeit von den Nietlöchern aus. Daher muss das Material in der Umgebung der Nietköpfe visuell auf Oberflächenrisse untersucht werden. Bei sämtlichen Nieten ist genau zu prüfen, ob deren Beschichtung noch unbeschädigt ist. Zeigen sich Risse oder Rostfahnen, besteht der Verdacht auf eine lockere Niete. In diesem Fall muss unbedingt eine Prüfung durch Abklopfen der verdächtigen Niete erfolgen. Gegebenenfalls werden die schadhaften Nieten ausgetauscht. Schließlich sollen auch künftig Verkehrsteilnehmer die U6-Brücke gefahrlos passieren können.

Corporate Data
Hartl Metall aus Waldneukirchen in Oberösterreich wurde 1980 gegründet und betreibt seit 2005 einen zweiten Standort in Steyr. Das Unternehmen beschäftigt 30 Mitarbeiter und erzielte 2016 einen Jahresumsatz in Höhe von 3,2 Millionen Euro. Der Fokus des modernen Schlossers für Gewerbe und Industrie liegt auf Stahl- und Metallbau, Industrietechnik, Schweißtechnik, Brückenkonstruktionen sowie auf Service und Maintenance.

Mehr Informationen online:
Hartl Metall: www.hartl-metall.at