Neue Kaderschmiede für Stahlbaufachkräfte

Die HTL Pinkafeld hat gemeinsam mit der Wirtschaft praxisorientierten Lehrplan für Stahlbautechniker erarbeitet.

Foto: Netzwerk Metall (frei)
Die HTL Pinkafeld hat gemeinsam mit der Wirtschaft einen praxisorientierten Lehrplan für Stahlbautechniker erarbeitet.

Foto: Netzwerk Metall (frei)

Die Nachfrage nach Fachkräften im Bereich Stahlbau ist österreichweit enorm. Viele Unternehmen suchen händeringend nach qualifizierten Fachkräften. Diesem Umstand trägt nun die HTL im burgenländischen Pinkafeld Rechnung. Gemeinsam mit namhaften Stahlbauunternehmen wurde ein eigener Lehrplan ausgearbeitet. Ab dem Schuljahr 2019/20 bietet die Abteilung Bautechnik an der Höheren technischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt in Pinkafeld die Wahlmodule Hochbau und Stahlbau an. Den Absolventen winken beste Jobaussichten.

St. Martin im Innkreis, 30. Oktober 2018 – Das Thema Stahlbau hält immer stärker an den HTL’s Einzug. Vorreiter auf diesem Gebiet ist die HTL in Pinkafeld in der burgenländisch-steirischen Grenzregion. Mit Beginn des Schuljahres 2019/20 werden dort die Stahlbau-Fachkräfte der Zukunft ausgebildet. „Wir sehen einen zunehmenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften im Bereich Stahlbau. Als innovative Ausbildungsstätte wollen wir diesem Umstand Rechnung tragen und eine dementsprechende Ausbildung anbieten“, erläutert Prof. DI Dr. Peter Derler von der HTL Pinkafeld.

Enge Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft

Gemeinsam mit Vertretern von renommierten Stahlbauunternehmen rief Peter Derler eine Arbeitsgruppe ins Leben. Dabei wurde ein eigener Lehrplan für Stahlbau erarbeitet, der sich stark an den praxisorientierten Bedürfnissen der Wirtschaft orientiert. Studierende können die Module „CAD und IT-Methoden im Stahlbau“, „Konstruktiver Stahlbau“ und „Fassadentechnik“ wählen. Der Unterricht verbindet Fachtheorie und Fachpraxis. Innerhalb der zweijährigen Ausbildung ist in den Ferienzeiten ein achtwöchiges Ferialpraktikum erforderlich. Der Abschluss mittels Diplomarbeit verbindet Theorie und Praxis. Die Zielgruppe an potenziell Studierenden ist breit gestreut. Von ausgebildeten Stahlbau-Lehrlingen bis hin zu Absolventen sämtlicher höher bildenden Schulen (BORG, HAK etc.) reicht die Palette. Den jungen Menschen bietet sich so eine große Chance in eine äußerst zukunftsträchtige Branche einzusteigen. Die Aktivität wird auch von der Interessenvereinigung Netzwerk Metall begrüßt: „Wir freuen uns sehr, dass hier die Initiative ergriffen wurde und potenzielle Fachkräfte unserer Mitgliedsbetriebe unter besten Rahmenbedingungen ausgebildet werden“, sagt Thomas Weber, Geschäftsführer des Netzwerk Metall.

Beste Karrierechancen

„Qualifizierte Fachkräfte im Bereich Stahlbau sind gesucht. Daher freuen wir uns sehr über die Aktivitäten der HTL Pinkafeld um dem teilweise herrschenden Engpass an qualifizierten Mitarbeitern entgegen zu wirken“, freut sich Ing. Stefan Halwachs, selbst Absolvent der HTL Pinkafeld und Leiter der Abteilung Stahlbau bei der Stahl- und Fahrzeugbau Grabner GmbH in Hartberg. Stefan Halwachs war auch maßgeblich an der Arbeitsgruppe zur Erstellung des Lehrplans in Pinkafeld beteiligt.

Corporate Data
„Das Netzwerk Metall macht seine Mitglieder zu den erfolgreichsten der Branche: dynamisch – herzlich – exklusiv.“ So lautet die Leitidee des Netzwerkes zur Förderung österreichischer Stahl-, Glas- und Metallbauer. Die Gemeinschaft bietet ihren Mitgliedern Wettbewerbsvorteile durch Wissensvorsprung, Zugang zu rechtlichem und betriebswirtschaftlichem Know-how, überbetriebliche Weiterbildungen, gemeinsame Projekte und Aktivitäten sowie Erfahrungs- und Ideenaustausch. Michael Thauerböck aus Baumgartenberg im Bezirk Perg, Oberösterreich, führt als gewählter Obmann die Geschicke der Gemeinschaft. Thomas Weber ist Geschäftsführer des Vereins mit Sitz in Sankt Martin im Innkreis, Oberösterreich.

Mehr Informationen unter: www.netzwerk-metall.at