Virtuality meets Reality

Holz, Mensch und Maschine im Einklang. Die Digitalisierung hält im Holz-Maschinenbau Einzug und eröffnet neue Möglichkeiten.

Foto (frei): Fill Maschinenbau
Holz, Mensch und Maschine im Einklang. Fill präsentierte mit der Future Zone die Digitalisierung im Holz-Maschinenbau auf der Fachmesse LIGNA 2019 in Hannover.

Foto (frei): Fill Maschinenbau

Fill Maschinenbau präsentierte auf der Ligna 2019 die Future Zone. Durchgängige Digitalisierung im Sinne von Industrie 4.0 ermöglicht höchste Qualität und Effizienz bei der Be- und Verarbeitung von Holz. Die zahlreichen internationalen Besucher tauchten am Fill Messestand in eine virtuelle Anlage ein. Das High Pressure Core Composer (HPCC) Verfahren sorgt zudem für maximale Rohstoff-Verwertung. Der digitale Zwilling dieser Anlage war ebenfalls bei Fill auf der Ligna zu erleben und machte deutlich, welches Potenzial in der Produktionssteuerung in diesem Tool schlummert.

Hannover/Gurten, 6. Juni 2019
– Die Kombination aus ausgereiften Serienmaschinen und kundenspezifischer Lösungskompetenz macht den Unterschied: 150 Millionen Quadratmeter Holz werden jährlich auf Fill-Bandsägen geschnitten, 60 Millionen Quadratmeter Platten auf Fill-Ausbesserungsanlagen repariert. „Unser Hauptaugenmerk liegt auf innovativen Lösungen für die Produktion von Parkett, Massivholzplatten und Massivholzkomponenten sowie der Oberflächenreparatur von Sperrholz und 3-Schichtplatten“, erklärt Erwin Altendorfer, Leiter des Kompetenz Centers Holz bei Fill.

Effiziente Produktion von Mittellagen

Mit dem innovativen HPCC (High Pressure Core Composer) Verfahren ist eine wesentlich effizientere Produktion von Mittellagen möglich. Dabei werden zuerst Leimbinder produziert. Je nach Qualitätsanforderung werden Äste und andere Fehlstellen – soweit möglich – im Leimbinder belassen. Eine intelligente Optimierung ermöglicht die Positionierung von Ästen und Stößen an unkritischen Stellen. Das Schnittholz wird nur so weit vorgehobelt, dass übermäßige Konvexität egalisiert wird. Gekappt wird nur bei großen Krümmungen, die Enden bleiben größtenteils unbeschnitten. So werden die einzelnen Stränge konfiguriert, beleimt und mit hohem Druck zu stumpf gestoßenen Leimbindern verpresst. Um Dickentoleranzen auszugleichen und übermäßige Spannungen in den Lamellen zu vermeiden, wird das Holz teilweise gebrochen. Erst die verpreßten Leimbinder werden ausgehobelt und mittels speedliner-Bandsägen in Lamellen aufgetrennt, die zu fertigen Mittellagen fugenverleimt werden. Gegenüber herkömmlichen Methoden wird die Ausbeute um 25 bis 35 Prozent erhöht. Mit HPCC ist es erstmals möglich, aus einem Kubikmeter Rohmaterial bis zu 90 Quadratmeter Mittellagen zu produzieren. Das Patent hierzu ist bereits angemeldet.

Eine Frage der Präzision

Für das hochpräzise Auftrennen von Leimbindern, Mehrschichtplatten und Massivholzkomponenten bis 750 Millimeter Breite ist der speedliner 750 hervorragend geeignet. Die Werkstücke werden auf einer präzisen Transportkette geführt und mittels horizontaler Dünnschnitt-Bandsägemodule in Lamellen aufgeteilt. „Mit Schnittfugen ab 1,6 Millimeter können wir eine hohe Wirtschaftlichkeit garantieren“, beschreibt Erwin Altendorfer die Leistungsfähigkeit der Maschine. Das „easy-to-use“ Konzept sorgt für eine intuitiv schnell erfassbare Bedienführung und führt zu kürzeren Anlaufzeiten und somit höherer Anlagenverfügbarkeit. Erstmals vorgestellt wurde auf der Ligna das neue Bandsägemodell speedliner 710 hybrid, der Spezialist für die Produktion von Lamellen. Verbesserte Zugängigkeit, neue Optik und ein größerer Schnittbereich überzeugen ebenso wie einfachste Bedienung, hohe Leistung und minimale Schnitttoleranzen. Die Fill speedliner Bandsägen können nach Bedarf als Einzelmaschine oder als Linie von mehreren hintereinander geschalteten Bandsägemodulen mit Automatisierung betrieben werden.

Fill Cybernetics – willkommen in der Future Zone
Mit der Smart Factory Lösung Fill Cybernetics bringt Fill die Digitalisierung in die Produktionsabläufe. Fill Cybernetics verbindet sich mit allen Maschinen in einer Fabrik und erweitert diese um intelligente Algorithmen. Durch die smarte Prozesssteuerung werden sowohl Bauteilfluss als auch die Auslastung der Maschine optimiert. Parallel dazu werden Produktions- und Prozessdaten erfasst und aufgezeichnet. Individuell nach Kundenwunsch gestaltete, plattformunabhängige Dashboards bieten eine optimale Übersicht und ermöglichen detaillierte Analysen von Produktion und Maschinen. Dadurch wird eine hohe Verfügbarkeit garantiert und die Produktivität entscheidend gesteigert.

Corporate Data
Fill ist ein international führendes Maschinen- und Anlagenbau-Unternehmen für verschiedenste Industriebereiche. Modernste Technik und Methoden in Management, Kommunikation und Produktion zeichnen das Familienunternehmen aus. Die Geschäftstätigkeit umfasst die Bereiche Metall, Kunststoff und Holz für die Automobil-, Luftfahrt-, Sport- und Bauindustrie. In der Aluminium-Entkerntechnologie, in der Gießereitechnik, in der Holzbandsägetechnologie sowie für Ski- und Snowboardproduktionsmaschinen ist das Unternehmen Weltmarkt- und Innovationsführer. Andreas Fill und Wolfgang Rathner sind Geschäftsführer des 1966 gegründeten Unternehmens, das sich zu 100 Prozent in Familienbesitz befindet und rund 860 MitarbeiterInnen beschäftigt. 2018 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 160 Millionen Euro.

Mehr Informationen unter: www.fill.co.at