Metalltechnikunternehmen aus dem Lungau baut Wärmespeicher mit Spaßfaktor

Metalltechnikunternehmen Stefan Ritzer aus Mauterndorf errichtet Pufferspeicher, der neben Wärme auch Freizeitvergnügen liefert.

Foto: Stefan Ritzer GmbH (frei)
Der neue Pufferspeicher für das Heizwerk Mariapfarr sichert die Versorgung der Gemeinde mit Fernwärme. In einem letzten Arbeitsschritt wurde eine Hülle aus Stahl um den Pufferspeicher gelegt. Als Kletterturm gestaltet ist er Landmarke und Freizeitspaß für Jung und Alt.

Foto: Stefan Ritzer GmbH (frei)

Ein neuer Pufferspeicher sichert die Versorgung mit Fernwärme der Gemeinde Mariapfarr im Lungau. Das Projekt für das Heizwerk wurde im Dezember des Vorjahres von der Stefan Ritzer GmbH mit der Ummantelung in Form eines Kletterturms abgeschlossen. Er steht in seiner Funktion als Freizeitgerät und Kunstwerk Jung und Alt zur Verfügung und zeichnet sich durch eine besonders effektive und umweltfreundliche Dämmung aus.

Mauterndorf, 21. Jänner 2020 – „Industriegebäude und Anlagen können durchaus das Ortsbild aufwerten. Der Pufferspeicher für das Heizwerk Mariapfarr ist ein Paradebeispiel für eine attraktive Industrieanlage mit Mehrfachnutzen. In seiner Ausführung ist er eigentlich ein Kunstwerk und somit auch ein Anreiz, um Besucher nach Mariapfarr zu locken“, sagt Stefan Ritzer, Geschäftsführer der Stefan Ritzer GmbH.

Mehrfachnutzen für alle Bewohner
Um die erforderliche Heizleistung des Ortes Mariapfarr erfüllen zu können, wurde von der Stefan Ritzer GmbH ein Pufferspeicher für das Heizwerk errichtet. Er speichert die erzeugte Wärme und gibt sie bedarfsentsprechend ab. Das Heizwerk befindet sich im Keller der NMS. Der Standort des Pufferspeichers war auf das Freigelände im Umkreis des Schulgebäudes beschränkt. „Wir hatten den Auftrag, den Speicher im Freien hinter der NMS zu montieren. Herausfordernd war die Aufgabe, die Anlage auch optisch attraktiv zu gestalten“, erzählt Andreas Wieland, der als Techniker im Unternehmen beschäftigt ist. Der Wärmeerzeuger versorgt in seiner Funktion nicht nur den Ort mit der benötigten Heizungsenergie, sondern dient darüber hinaus auch als Freizeitvergnügen und kunstvolle Landmarke für alle Bewohner und Besucher der Lungauer Gemeinde.

Spitzentechnik in ansprechendem Kleid
Die Anlage hat eine Höhe von 8 und einen Durchmesser von 3,7 m bei einem Volumen von 66 m3. Für den Standort im Freien war eine hochwertige Isolierung notwendig. „Eine spezielle Zellulose-Dichtung erzeugt eine wärmebrückenfreie Dämmmatte. Das Material ist besonders umweltfreundlich, da es aus recycelten Zeitungen hergestellt wird“, erklärt Wieland die besondere Isolierung. Für das Heizwerk, die Schule und die Öffentlichkeit wurde gemeinsam mit dem Betreiber eine optimale Lösung gefunden. Eine Ummantelung aus 6 mm Stahlblech mit einer speziellen Beschichtung dient als Kletteranlage. Der achteckige Turm mit einem Gewicht von 7,5 t hat in seiner finalen Ausführung eine Höhe von rund 9,5 m und einen Durchmesser von 4,7 m. Die High-Tech-Isolierung wurde zwischen der Ummantelung und dem Pufferspeicher „versteckt“. „Die Fernwärmeversorgung für die Gemeinde ist jetzt für die nächsten Jahre gesichert und der Ort verfügt über ein kunstvolles Objekt, das auch für Besucher reizvoll ist“, freut sich Stefan Ritzer über das spannende Projekt in Zusammenarbeit mit dem Heizwerk Mariapfarr.

Corporate Data
Die Stefan Ritzer GmbH ist ein Metalltechnikunternehmen mit Sitz in Mauterndorf, Salzburg. Der Schwerpunkt des Unternehmens bei der Produktion liegt in der Blechverarbeitung. Planung, Zuschneiden, Verschweißen und Oberflächenbehandlung wie Beizen oder Lackieren zählen ebenfalls zum Portfolio. Ein Hauptaugenmerk der Salzburger Firma liegt bei umweltschonenden Verfahren und emissionsfreien Anlagen. Das Unternehmen wurde 1989 gegründet und ist seit 2009 Mitglied von Netzwerk Metall. Derzeit beschäftigt Stefan Ritzer rund 40 Mitarbeiter in den verschiedenen Bereichen der Metalltechnik.