„Kinder an die Macht – Chancen für Kinderbetreuung im Innviertel“

Hot Spot! Innviertel lud zu „Kinderbetreuung im Gespräch“. Innovative Wege und Möglichkeiten für Betreuungseinrichtungen wurden vorgestellt. 6 Punkte Programm an Landesrätin übergeben.

Foto (frei): Hot Spot! Innviertel
Rücken die flexible Kinderbetreuung im Innviertel in den Fokus:

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Mehr als 80 Interessierte (Bürgermeister, Betreuungsexperten, Kindergartenpädagogen, Unternehmer aus den drei Innviertel-Bezirken) waren am 22. Jänner in den Fill Future Dome in Gurten gekommen um an der Diskussion „Kinderbetreuung im Gespräch“ teilzunehmen. Vier gänzlich unterschiedliche, erfolgreiche Projekte der Region wurden von ihren Protagonisten vorgestellt. Ein 6 Punkte Programm basierend auf den Erfahrungen der vier Best Practice-Beispiele wurde der anwesenden Landesrätin Christine Haberlander übergeben. Allgemeine Einigkeit herrschte über die Wichtigkeit des Themas: Die Verfügbarkeit von qualitativen Kinderbetreuungseinrichtungen und ergänzenden, flexiblen Lösungen für Familien ist ein wesentlicher Faktor zur positiven Entwicklung und Attraktivität einer Region.

Ried im Innkreis, 24. Jänner 2018 –  Mit Best Practice-Beispielen aus der Region wurde der Abend eröffnet: Maria Schulz-Berger berichtete über das Kindernest Lambrechten-Andrichsfurt, das Kinderland St. Josef wurde von Helene Mayrhofer vorgestellt, Johannes Karrer sprach über die Erfahrungen des Kinderbetreuungsnetzwerks Sauwald-Pramtal und Bettina Fill stellte das Kinderparadies „Planet Filli Future“ bei Fill Maschinenbau vor. In sämtlichen Beiträgen wurden die jeweilige Ausgangssituation, die Erfahrungen sowie die Herausforderungen des laufenden Betriebes thematisiert. Diese Erfahrungen bildeten die Grundlage für ein 6 Punkte Programm, das an Landesrätin Christine Haberlander übergeben wurde.

Konkrete Verbesserungsvorschläge
Das an die zuständige Landesrätin für Bildung und Kinderbetreuung übergebene Programm umfasst die 6 Punkte: weniger Bürokratie; klar formulierte, einfachere Gesetzgebung; bessere Vernetzung von Politik, Wirtschaft, Pädagogik und Gesellschaft; gezielte Förderung für individuelle Betreuungsformen; Anpassung der Förderungen für Infrastruktur sowie die Wahrnehmung aktueller Lebensrealitäten. „Wir sind in vielen Bereichen der Bildung und der Kinderbetreuung in unserer Region aktiv und unterstützen die vorhandenen Einrichtungen so gut als möglich. Die konkret angeführten Vorschläge würden eine generelle Erleichterung für die Betreuungseinrichtungen und ihre Betreiber darstellen“, formulierte der Sprecher der Initiative Hot Spot! Innviertel, Andreas Fill anlässlich der Übergabe des Programms an Christine Haberlander.

Bewusstsein schaffen, gemeinsame Strategien entwickeln
Um Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen sind qualitative Betreuungsplätze für Kinder unabdingbar, darin waren sich alle Teilnehmer einig. Deshalb ist dieses Thema für das Innviertel auf dem Weg zur begehrten Arbeitgeberregion von zentraler Bedeutung. „Wir wollen, dass gut ausgebildete Fachkräfte mit ihren Familien hierbleiben und dass neue Experten zuziehen. Auf diese Weise können wir einem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken. Um dieses Ziel auch zu erreichen müssen wir den Familien etwas bieten. Dazu gehören in erster Linie die Verfügbarkeit flexibler Kinderbetreuungseinrichtungen und guter Ausbildungsstätten und Schulen“, betonte Andreas Fill. Bei regionalen Spezialitäten klang der informative Abend in entspannter Atmosphäre aus.

Corporate Data
Hot Spot! Innviertel vereint als rechtsunverbindliche Initiative Unternehmen und Organisationen der drei Bezirke Braunau, Ried und Schärding. Sie wollen die Region als lebenswerte, attraktive Arbeitgeberregion positionieren. Kommunikation und Networking sind die Hauptaufgaben der Gemeinschaft. Das Innviertel soll als Wohnregion, Wirtschaftsregion, Bildungsregion, Freizeitregion, Genussregion, Naturregion, Kulturregion und Lebensregion gestärkt werden. Andreas Fill (Fill Maschinenbau) ist Sprecher der Gruppe. Klemens Steidl (WKO Braunau) und Hans Froschauer (WKO Schärding). Christian Doms (Bezirksrundschau Ried), Alois Ellmer (WKO Schärding), LAbg. Alfred Frauscher (Frauscher GmbH), Walter Kohlbauer (AGS-Engineering), Irene Wiesinger (BHAK/HAS Schärding), Johannes Karrer (LEADER Region Sauwald-Pramtal), Sandra Schwarz (Regionalmanagement), Patrizia Faschang (Agentur webdots), Christian Sporrer (Borbet Austria GmbH) und Christoph Wiesner (WKO Ried) sind die Mitglieder der Steuerungsgruppe. Andrea Eckerstorfer führt das Büro in Ried. Hot Spot! Innviertel wird von der Wirtschaftskammer Oberösterreich und den Betrieben getragen.

Mehr Informationen unter www.innviertel.at