Freizügige Postings sind wie ein Einladungsschreiben für Einbrecher

Grüße aus dem Urlaub in den sozialen Medien zu posten, kann ungewollte Folgen haben. Einbrecher spionieren potenzielle Ziele aus.

Illustration: Anna Schoiswohl (frei)
Um potenziellen Einbrechern keine Hinweise über die Abwesenheit zu liefern, sollte auf detaillierte Postings über Reisen verzichtet werden. So kann der Urlaub entspannt genossen werden.

Illustration: Anna Schoiswohl (frei)

Die Steirischen Versicherungsagenturen warnen davor, Fotos oder Grüße aus dem Urlaub auf Social Media zu posten. Allein die Ankündigung einer baldigen Abwesenheit kann potenzielle Einbrecher anlocken.

Graz, 22. September 2020 – „Facebook, Instagram und andere Social-Media-Kanäle sind wie offene Türen für Täter. Durch offenherzige Postings über Urlaubsaufenthalte, Geschäftsreisen oder Abwesenheit generell werden Einbrecher erst auf ein Ziel aufmerksam gemacht. Sie spionieren die Profile aus und informieren sich auf diesem Weg über Gelegenheiten zum Einbruch“, warnt Gremialobmann KommR Karlheinz Hödl nachdrücklich. Die Freude auf den bevorstehenden Urlaub oder die Begeisterung über Sehenswürdigkeiten am Urlaubsort verführen zu Postings, die im schlimmsten Fall zu einer leer geräumten Wohnung und Sachschäden führen können. Die Haushaltsversicherung deckt Schäden bei Wohnungseinbrüchen in der Regel ab.

Versicherungsschutz bei Einbrüchen
Die Verlockung ist groß, die Freude über einen bevorstehenden Urlaub mit Freunden auf Facebook oder Twitter zu teilen. Auch eine interessante Dienstreise verführt oft dazu, das Ereignis auf Social-Media-Kanälen zu posten. „Dabei ist höchste Vorsicht geboten. Oft erreichen diese Postings nicht nur Freunde, sondern auch Personen, die diese Information für kriminelle Machenschaften nutzen“, weist Hödl auf die Gefahr hin. Gezielt suchen potenzielle Täter nach Opfern, spionieren diese aus und nutzen die Gelegenheit der Abwesenheit. Die Haushaltsversicherung ersetzt in der Regel finanzielle Schäden, die durch Einbrüche entstehen. Voraussetzung ist jedoch, dass kein grob fahrlässiges Verhalten vorliegt. „Dazu gehört etwa die nicht versperrte Wohnungstüre. Postings auf Social Media gelten nicht als fahrlässig“, beruhigt Hödl. Damit die Haushaltsversicherung überhaupt wirksam werden und für den entstandenen Schaden aufkommen kann, ist eine ausreichende Deckungssumme notwendig. Sie muss dem Wert des Wohnungsinventars entsprechen und sollte regelmäßig überprüft und angepasst werden. Das passiert bei den meisten Verträgen automatisch. Trotzdem empfehlen die steirischen Versicherungsagenten, die Polizze alle zwei bis drei Jahre zu überprüfen und die Deckungssumme bei Bedarf anzupassen.

Eigenverantwortlich handeln
Wie hoch das Risiko eines Einbruchs ist, hängt nicht zuletzt vom Verhalten der Bewohner ab. Vor der Abreise die Türen abzusperren und die Fenster zu schließen sollte selbstverständlich sein. Die Installation einer Alarmanlage ist ebenfalls eine nützliche Methode, um Einbrecher fernzuhalten, genauso wie eine Zeitschaltuhr, die etwa Licht oder Fernsehgerät ein- und ausschaltet. Wenn jemand seine Urlaubspläne oder seine Businessreisen posten will, dann sollte zumindest auf die genauen Angaben zur Abwesenheitszeit verzichtet werden. Unabhängig davon empfiehlt es sich, möglichst restriktive Einstellungen auf Social Media vorzunehmen. So sollten Beiträge auf Facebook, die privaten Inhalts sind, möglichst nicht öffentlich gepostet werden. Besser ist es, eine Liste mit Personen zu erstellen, die persönlich bekannt und vertrauensvoll sind. Genauso, wie jemand seine Briefe nicht öffentlich vorlesen würde, sollten Postings nicht öffentlich einsichtig sein. Es sollten auch keine Freundschaftsanfragen von unbekannten Personen angenommen werden. „Am besten ist es, wenn die Urlaubsfotos bis nach der Reise aufbewahrt und erst dann gepostet werden. Es besteht übrigens noch immer die Möglichkeit, eine Postkarte vom Urlaubsort zu schicken. Das ist die persönlichste Variante eines Urlaubsgrußes – und die sicherste“, empfiehlt Hödl.

Corporate Data
Das Landesgremium der Versicherungsagenten der Wirtschaftskammer Steiermark ist eine dynamische Interessenplattform der Steirischen Versicherungsagenturen mit rund 1.300 Mitgliedern. Die Versicherungsagentur agiert als selbstständiges Unternehmen, ist jedoch vertraglich an Versicherungsunternehmen gebunden. Sie fungiert als Schnittstelle zwischen Versicherungskonzernen und den einzelnen Kunden. Das Angebotsspektrum umfasst sämtliche Leistungen einer großen Versicherung. Die Versicherungsagentur ist Ihre persönliche Mehr-Sicherung vor Ort: selbstständig, schnell, sicher, steirisch – so lautet die Leitidee. Die Versicherungsagentur: Meine Mehr-Sicherung.

Mehr Informationen unter: www.versicherung-steiermark.at