Eye-Tracking-Studie: Straßenmarkierungen sind eine wichtige visuelle Unterstützung

Pionierstudie mit Eye-Tracking belegt Bedeutung der Sichtbarkeit von Straßenmarkierungen und ihre Auswirkungen auf das Fahrverhalten.

Foto: SWARCO Road Marking Systems (frei)
Bei der Pionierstudie wurde mittels Eye-Tracking erstmals die Nachtsicht des Fahrers auf die Straße analysiert.

Foto: SWARCO Road Marking Systems (frei)

Straßenmarkierungen und ihre Sichtbarkeit verbessern den Blick auf die Straße – das belegt eine neue Studie. Untersucht wurde die Wahrnehmung des Fahrers bei unterschiedlichen Retroreflexionen von Markierungen. Das Ergebnis ist eindeutig. Je sichtbarer Leit- und Orientierungslinien sind, desto vorausschauender agiert der Fahrzeuglenker. Erstmals kam dabei das sogenannte Eye-Tracking-Verfahren zum Einsatz. Diese Pionierstudie legt den Grundstein zu weiteren Forschungen auf diesem Gebiet.

Amstetten, 18. Dezember 2019 – „Dass Straßenmarkierungen große Bedeutung für die Verkehrssicherheit haben, ist bekannt. Dank der aktuellen Studie ist aber wieder einmal wissenschaftlich belegt, welchen großen Einfluss die Sichtbarkeit der Linien auf das Fahrverhalten hat“, erklärt Tomasz E. Burghardt (SWARCO Road Marking Systems Research & Development). Der Entwickler leitete die Studie in Zusammenarbeit mit Lektor Anton Pashkevich von der Technischen Universität Krakau. Unterstützt wurden sie dabei vom Universitätsassistenten Eduard Bairamov. Die Studie umfasste 25 Teilnehmer, die mindestens drei Jahre im Besitz eines Führerscheins waren.

Eye-Tracker beweist unterschiedliche Blickmuster
Um die Auswirkungen unterschiedlich hoher Retroreflexionswerte valide erheben zu können, wurden die Blicke der Fahrer untertags gemessen. Diese Basisdaten dienten als Vergleichswert zu den bei Nacht erhobenen Ergebnissen. Im Fokus des Interesses der Forscher stand die Wahrnehmung der Lenker. Die Unterteilung des Blickfelds der Fahrer in fünf Zonen eröffnete wichtige Rückschlüsse auf das Fahrverhalten. Der Test fand auf einer 23 Kilometer langen und 6,1 bis 6,5 Meter breiten Teststrecke mit zwei unterschiedlichen Markierungssystemen statt. Eine Variante enthielt Standard-Glasperlen, die andere die Premium-Glasperle SWARCO SOLIDPLUS. Standard-Glasperlen werden aus recyceltem Flachglas hergestellt und weisen Retroreflexionswerte von etwa 400 mcd/m2*lx auf. SWARCO SOLIDPLUS erreicht als Premium-Reflexglasperle Werte über 1.000 mcd/m2*lx. Die Auswirkung der unterschiedlichen Retroreflexionslevels auf den Fahrer zeigte sich dabei deutlich. Laut Eye-Track-Messung richteten die Testfahrer ihre Blicke im Abschnitt der Premium-Glasperlen vermehrt auf weiter vorausliegende Straßenabschnitte. Diese 80 bis 100 Meter entfernten Passagen sind für den Fahrer von großer Bedeutung. Mögliche Gefahrenquellen werden dort früher erkannt und verschaffen dem Lenker wesentlich höhere Reaktionszeiten. Zugleich verringerten sich die Blicke abseits der Randlinien.

Bedeutende Erkenntnisse für die Straßensicherheit
Für die Wissenschaft liefert die erste Eye-Tracker-Studie auf diesem Gebiet bedeutende Erkenntnisse. Sie zeigt deutlich, dass Fahrer von Fahrbahnmarkierungen mit hohen Retroreflexionswerten besser geleitet werden.
Eine verstärkte Beobachtung des Fernfelds und eine geringere Suche nach visuellen Informationen außerhalb der Straße kann zu einer erhöhten Sicherheit bei Nachtfahrten führen. Die Studie leistete dabei Pionierarbeit für die Forschung auf diesem Gebiet. Interessant ist diese für alle Verkehrsteilnehmer, angesichts der demografischen Entwicklung speziell auch für ältere und sehschwächere Fahrer.

Corporate Data
Qualitätsprodukte und Serviceleistungen von SWARCO Road Marking Systems leiten den Verkehr bei Tag und vor allem bei Nacht sicher von A nach B. Auf allen Straßen. Bei jedem Wetter. Aus einer Hand. Mehr als 5.000 Kunden in mehr als 80 Ländern vertrauen darauf.

Weitere Informationen unter: www.swarco.com/rms