„Auslaufmodell Lehre?“ – Monika Hartl und Matthias Strolz im Gespräch

Bei der ersten Ausgabe des Web-TV-Formats Metall Talk diskutierte eine hochkarätige Expertenrunde zum Thema „Auslaufmodell Lehre?“.

Foto: Wolfgang Stadler/Netzwerk Metall (frei)
Von links: Dir. Franz Reithuber (HTL Steyr), Dir. Margarete Edelsbrunner (Berufsschule Mureck), Mag. Monika Hartl (Personalchefin und Prokuristin von Hartl Metall), Matthias Strolz (Neos-Gründer und Ex-Politiker) und Martin Hartl (Geschäftsführer und Eigentümer von Hartl Metall) im Metall Talk Studio.

Foto: Wolfgang Stadler/Netzwerk Metall (frei)

Am 19. September veranstaltete das Netzwerk Metall die erste Ausgabe des Metall Talks. In diesem Web-TV-Format lud die Vereinigung der führenden Stahl-, Glas- und Metallbauer Österreichs prominente Talkgäste ein. Thema der ersten Ausgabe war die Frage „Ist die Lehre ein Auslaufmodell?“. Prominentester Teilnehmer war Neos-Gründer Matthias Strolz. Monika Hartl von Hartl Metall war als Expertin aus der Praxis mit dabei. 80 Teilnehmer füllten das Studio direkt in der Produktionshalle von Baumann Glas 1886. Highlights der Sendung gibt es auf Facebook und YouTube zu sehen.

Waldneukirchen, 26. September 2019 – „Best of class“ lautet das Credo von Netzwerk Metall, der Vereinigung führender Stahl-, Glas- und Metallbauer Österreichs. Hartl Metall ist seit 2013 Mitglied dieser innovativen Vereinigung. Jüngstes Kind des Netzwerks ist das Web-TV-Format Metall Talk. Der Onlinetalk wurde bei Baumann Glas 1886 in Baumgartenberg mit 80 Teilnehmern produziert und als Web-TV aufgezeichnet. Mag. Monika Hartl war einer der Talkgäste von Thomas Weber. Der Netzwerk Metall-Geschäftsführer führte als Moderator durch den Abend.

Kein Auslaufmodell, aber modernisierungswürdig
Das Thema „Ist die Lehre ein Auslaufmodell?“ wurde spannend diskutiert. Wenngleich die Wahl des Titels provokant war, so waren sich die Talkgäste doch einig. „Die Lehre ist für uns ein wichtiges Instrument, um den Fachkräftenachwuchs selbst auszubilden. Das System mit Grund-, Haupt- und Spezialmodulen ist jedoch zu komplex. Da stehen 14- bis 15-jährige Kinder vor der Entscheidung zwischen 46 möglichen Ausbildungsvarianten allein im Bereich der Metalltechnik. Das ist aber auch für Betriebe kaum umsetzbar“, so Monika Hartl, Prokuristin und Personalchefin von Hartl Metall. Monika Hartl stellte aber auch fest, dass die Voraussetzungen, die Jugendliche mitbringen, nicht immer die besten sind. „Eine große Herausforderung für uns sind schlechte Mathematik-Kenntnisse, speziell im Bereich der Grundrechnungsarten. Da müssen wir Aufbauarbeit leisten, wo eigentlich das Wissen schon da sein sollte“, sagte Hartl. Die Lehrlinge bei Hartl Metall haben zusätzlich die Möglichkeit, sich je nach Interessen und Fähigkeiten zu entfalten und vielfältige Kurse zu besuchen.

Im Gespräch mit Matthias Strolz
Speziell Matthias Strolz, Portfoliounternehmer und bildungspolitischer Experte, sorgte für frischen Wind in der Diskussion. Der Neos-Gründer und Ex-Politiker war der prominenteste Gast in einer hochkarätigen Runde. Neben Strolz und Hartl waren auch Dir. Franz Reithuber (HTL Steyr), Dir. Margarete Edelsbrunner (Berufsschule Mureck) und Unternehmer Franz Baumann (Baumann Glas 1886) zu Gast. Franz Baumann war zugleich Gastgeber. Die Talkshow wurde in seinem Unternehmen in Baumgartenberg produziert.

Corporate Data
Hartl Metall aus Waldneukirchen in Oberösterreich wurde 1980 gegründet und betreibt seit 2005 einen zweiten Standort in Steyr. Das Unternehmen beschäftigt 35 Mitarbeiter und erzielte 2018 einen Jahresumsatz in Höhe von fünf Millionen Euro. Der Fokus des modernen Schlossers für Gewerbe und Industrie liegt auf Stahl- und Metallbau, Industrietechnik, Schweißtechnik, Brückenkonstruktionen sowie auf Service und Maintenance.

Weitere Informationen unter: www.hartl-metall.at