Amer Winter Sports investiert in intelligente Produktions- und Logistiksysteme

Standort in Altenmarkt ist Vorreiter der Sportartikelproduktion: Halbe Million Euro Investment Richtung Industrie 4.0. Enorme Datenmengen können verarbeitet werden.

Foto: Amer Winter Sports Equipment (frei)
Amer Winter Sports hat im Werk Altenmarkt massiv in den Ausbau der internen IT-Systeme investiert. Enorme Datenmengen können verarbeitet werden. Dadurch wird die Flexibilität erhöht und das rasche Um- und Einstellen auf individuelle Kundenanforderungen möglich.

Foto: Amer Winter Sports Equipment (frei)

Amer Winter Sports hebt die IT-Landschaft im Werk Altenmarkt auf ein neues Level. Durch den massiven Ausbau der internen Netzwerke können enorme Datenmengen transferiert und gespeichert werden. Die kompletten IT-Systeme, Backup und Infrastruktur wurden umfassend aufgerüstet. Der Einsatz von mobilen Daten- Kommunikations- und Eingabegeräten (Tablets, Scanner, Screens für Eingabe und Istzeit-Reporting) ermöglichen hohe Flexibilität bei der Dateneingabe und -verarbeitung. In Zusammenarbeit mit CopaData, Dimension Data und der FH Salzburg wurde eine eigene Software Expertise entwickelt und umgesetzt. Die Summe dieser Aktivitäten ergibt einen entscheidenden Schritt Richtung Industrie 4.0.

Altenmarkt, 21. Juli 2015 – Das zielgerichtete Zusammenwachsen modernster Informations- und Kommunikationstechnologien mit klassischen Produktions- und Logistikprozessen eröffnet produzierenden Unternehmen neue Möglichkeiten. Produkte werden immer individueller, ihre Lebenszyklen kürzer und das Unternehmensumfeld immer komplexer. Um diesen Anforderungen zukunftsorientiert gerecht zu werden, investiert Amer Winter Sports rund 500.000 Euro in neue IT-Technologien.

Mehr Qualität und Flexibilität
„Das Ziel ist es, die Durchlaufzeiten und das Umlaufvermögen in der Produktion massiv zu senken. Die Qualitätssicherung wird durch die völlige Transparenz und Rückverfolgbarkeit im gesamten Wertschöpfungsprozess verbessert. Vom Rohmaterial über das Produkt bis hin zum Kunden“, erklärt Projektleiterin Corinna Grabner von Amer Winter Sports. Die so gewonnene hohe Flexibilität ermöglicht auch das rasche Um- und Einstellen auf individuelle Kundenanforderungen. Der gesamte Informationsfluss wird beschleunigt und die Ressourcen effizient genützt. Umfassende Schulungs- und Fortbildungsprogramme der Mitarbeiter hinsichtlich Eingabe und Anwendung der neuen Software begleiten das Projekt.
 
Großes Potenzial
Im Konzept Industrie 4.0 wird Objekten durch Programmierbarkeit, Speichervermögen, Sensoren und Kommunikationsfähigkeit eine Art „künstliche Intelligenz“ verliehen. Gänzlich neue Wertschöpfungsmöglichkeiten und Geschäftsmodelle sind auf dieser Grundlage realisierbar. Es entstehen sogenannte „Cyber-Physikalische Systeme“ (CPS), deren Einsatz und Anwendung enormes Potenzial birgt. Das Konzept basiert auf dem effizienten Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine. Die Mitarbeiter können die Produktion kurzfristig verändern und flexibel auf Störungen und Ausfälle reagieren.

Corporate Data
Amer Winter Sports Operations ist ein Unternehmensbereich für Produktion und Beschaffung von Wintersportartikeln der Amer Sports Corporation mit Sitz in Helsinki (Finnland). Als solches zählt der Bereich zu den weltweit führenden Wintersportartikel-Komplettlieferanten. Zu den unternehmensinternen Kunden gehören die Weltmarken Atomic und Salomon. Die Niederlassungen der Amer Winter Sports Operations umfassen Standorte in Österreich (Altenmarkt), Bulgarien (Chepelare), Frankreich (Annecy), Rumänien (Oradea, Orastie) und Ungarn (Budapest). Insgesamt sind in diesem Unternehmensbereich 2.700 Mitarbeiter/-innen beschäftigt. Altenmarkt ist dabei die Heimat der Traditionsmarke und des Weltmarktführers Atomic. Qualifizierte Mitarbeiter/-innen finden hier immer eine große Karrierechance.