Wunsch nach eigenen Kinder- und Jugend-Reha-Zentren wird Wirklichkeit

Verein Herzkinder Österreich ist erleichtert: Jahrzehntelange Versorgungslücke wird geschlossen.

Foto: Optima Med (frei)
Mit dem Spatenstich für die neue Kinder- und Jugend-Reha in Wildbad werden die lang geforderten medizinischen Einrichtungen in Österreich Realität.

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Mit dem Spatenstich für eine Kinder-Reha in Wildbad in der westlichen Obersteiermark im März dieses Jahres geht für die Präsidentin und Geschäftsführerin der Herzkinder Österreich, Michaela Altendorfer, ein langjähriger Wunsch in Erfüllung. „Diese Einrichtung ermöglicht Mädchen und Buben eine entsprechende, altersgemäße Rehabilitation, die es bisher nicht gegeben hat“, freut sich die Präsidentin. Voraussichtlich im Jänner 2018 soll die medizinische Einrichtung ihren Betrieb aufnehmen.

Linz/Wildbad, 30. März 2017 – Der Spatenstich in Wildbad ist zugleich der Startschuss für eine Reihe an geplanten Kinder-Reha-Zentren, die in den nächsten Jahren in Österreich umgesetzt werden. „Insgesamt sollen 343 Betten für Kinder und Jugendliche von 1 bis 18 Jahre und 50 Betten für Angehörige in vier Versorgungsregionen mit elf Indikationsgruppen geschaffen werden“, weiß Michaela Altendorfer. In der Kinder- und Jugendrehabilitationsklinik Wildbad, die von Primarius Dr. Martin Edlinger geleitet wird, finden voraussichtlich im Jänner nächsten Jahres 52 Patienten Platz. Schwerpunktthemen sind Herz-, Kreislauf- und Lungenerkrankungen sowie Mentale Gesundheit. „Diese innovativen Kinder- und Jugend-Reha-Zentren schließen eine jahrzehntelange Versorgungslücke“, sagt die Präsidentin von Herzkinder Österreich. Etwa 5.000 Kinder sind in Österreich so schwer krank, dass sie eine Reha benötigen. Bisher wurde der Nachwuchs gemeinsam mit Erwachsenen betreut oder musste in Einrichtungen ins benachbarte Deutschland ausweichen.

Fachspezifisches Team kümmert sich um Wohl der Kinder
Die Mädchen und Buben können im Reha-Zentrum gemeinsam mit Mama oder Papa aufgenommen und in nach Alter gestaffelten Gruppen kinderrehabilitativ versorgt werden. Um das Wohl der Kinder kümmert sich gemeinsam ein Team aus Kardiologen, Pulmonologen, Kinderpsychiatern, Fachärzten für Kinder und Jugendliche sowie speziell geschulten Allgemeinmedizinern. Therapeuten und diplomierte Kinderkrankenpfleger machen das Team komplett. Die Reha berücksichtigt in angemessener Form körperliche, psychische und soziale Aspekte. Zu diesen Komponenten gehören Schulunterricht und Freizeitgestaltung.

Drittes Teddyhaus geplant
„In weiterer Folge ist in Wildbad ein weiteres Teddyhaus geplant“, lüftet Michaela Altendorfer ein Geheimnis. Wohnungen im Teddyhaus stehen Herzfamilien mit Geschwisterkindern zur Verfügung, die während des Reha-Aufenthaltes der Herzkinder dort ein „Zuhause auf Zeit“ finden. Nach Linz und Wien wäre Wildbach der dritte Standort für ein Teddyhaus.

Corporate Data
1995 wurde der Verein gegründet, seit 2007 heißt die Plattform Herzkinder Österreich. Der Verein ist eine österreichweite Anlaufstelle für alle nicht medizinischen Anliegen und Belange für herzkranke Kinder, Jugendliche und deren Familien. Im Sommer 2008 wurde mit der Adaptierung des „Teddyhauses“ in Linz begonnen, im Herbst 2008 die Wohneinrichtung für betroffene Familien eröffnet. 2009 wurden in allen Bundesländern Informationsstellen für Herzkinder und deren Angehörige eingerichtet. Seit 2015 steht ein weiteres Teddyhaus in Wien zur Verfügung. Auf der Volksbank – IBAN: AT18 4533 0400 5005 0000 – wurde ein eigenes Spendenkonto für den Verein eingerichtet. Diese Spenden sind steuerlich absetzbar. Michaela Altendorfer kümmert sich als Präsidentin um die Agenden der Herzkinder Österreich.

Mehr Informationen unter: www.herzkinder.at