Europas führende Digitalisierungsexperten trafen sich im Innviertel

50 Unternehmen aus 16 Staaten sind am EU-Projekt Boost 4.0 beteiligt. Mit dabei auch Fill Maschinenbau aus Gurten.

Foto (frei): Fill Maschinenbau
Nach intensiven Meetings genossen die Teilnehmer die Innviertler Gastfreundschaft. Dr. Oscar Lazaro, Innovalia, Manuel Vöckinger und DI Harald Sehrschön, Fill Maschinenbau (von links).
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Rund 70 Teilnehmer aus 16 Staaten trafen sich in Gurten um das Projekt Boost 4.0 voranzutreiben.

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Das übergeordnete Ziel des Projekts Boost 4.0 „Big Data für Industry“ ist es, die europäische Fertigungsindustrie mittels Digitalisierung wettbewerbsfähiger und effizienter zu machen. Der oberösterreichische Maschinenbauer Fill ist bei diesem Projekt mit dabei. Fill leitet ein Arbeitspaket, das zwei Pilotprojekte zum Thema „smart digital engineering“ umfasst. Am 9. und 10. April traf sich das internationale Konsortium zur halbjährigen Mitgliederversammlung bei Fill Maschinenbau in Gurten. Die Leitung des Gesamtprojekts obliegt der spanischen Firma Innovalia. Projektleiter und Koordinator Dr. Oscar Lazaro zeigte sich über den Fortschritt des Projekts begeistert.

Gurten, 18. April 2019 – Die Bedeutung des Projekts Boost 4.0 lässt sich daraus ermessen, dass dies von der Europäischen Kommission als Leuchtturmprojekt geführt wird. Im Gesamtprojekt leitet Fill ein Arbeitspaket zum Thema „smart digital engineering“. Mit modernsten Mitteln werden Daten von Steuerungsgeräten und Sensoren mittels Produktionsanlagen, die Fill bei Partnern wie VW und Benteler installiert hat, auf Industrie PCs „Nerve“ der Firma TTTech, die in der Anlage verbaut sind, gespeichert. Von dort werden die Daten an eine Cloud zur weiteren Verarbeitung durch verschiedene Partner gesendet. Diese Architektur mit den notwendigen Softwarediensten, Protokollen und vor allem gesicherten Datenverbindungen wurde vom technischen Projektleiter von Fill Dr. Matthias Grimmer erarbeitet und am 9. April dem Konsortium präsentiert.

Digitale Lösungen made by Fill
Das unter dem Titel „Fill Cybernetics“ laufende Produkt vernetzt die Maschinen in den Fabriken der Kunden. Es erweitert diese um intelligente Algorithmen, wodurch die Profitabilität und Qualität der Produktion erheblich gesteigert wird. Damit läutet Fill die Digitalisierung bei seinen Kunden ein. Diese können am Datenmarkt, Industrial Data Space einer standardisierten Plattform mit neuen Softwareprodukten, ihre Produktion digitalisieren. Diese Innovation in der produzierenden Industrie wird unter anderem Industrie 4.0 oder smart production bezeichnet. „Diese Begriffe erscheinen manchmal schwer greifbar und etwas fremd. Die laufenden Veränderungen auf diesem Gebiet sind jedoch nicht mehr aufzuhalten. Durch unsere Beteiligung an internationalen Projekten wie Boost 4.0 sind wir in diesem Bereich vorne mit dabei. Davon profitiert nicht nur unser Unternehmen sondern allem voran unsere Kunden“, erklärt Geschäftsführer und Eigentümer Andreas Fill am Rande der Tagung.

Oberösterreichische Gastfreundschaft
Die internationalen Gäste des Meetings konnten am Abend nach intensiven Arbeitsrunden echtes „Innviertler Flair“ genießen. Im urigen Loryhof wurde zum Grillabend geladen. Die regionalen Köstlichkeiten und das rustikale Ambiente begeisterten die Digitalisierungsexperten. Als dann noch Fill-Mitarbeiter Manuel Vöckinger mit seiner Ziehharmonika aufspielte, wurde der Abend für alle zum Erlebnis.

Corporate Data
Fill ist ein international führendes Maschinen- und Anlagenbau-Unternehmen für verschiedenste Industriebereiche. Modernste Technik und Methoden in Management, Kommunikation und Produktion zeichnen das Familienunternehmen aus. Die Geschäftstätigkeit umfasst die Bereiche Metall, Kunststoff und Holz für die Automobil-, Luftfahrt-, Windkraft-, Sport- und Bauindustrie. In der Aluminium-Entkerntechnologie, in der Gießereitechnik, in der Holzbandsägetechnologie sowie für Ski- und Snowboardproduktionsmaschinen ist das Unternehmen Weltmarkt- und Innovationsführer. Andreas Fill und Wolfgang Rathner sind Geschäftsführer des 1966 gegründeten Unternehmens, das sich zu 100 Prozent in Familienbesitz befindet und rund 850 MitarbeiterInnen beschäftigt. 2018 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 160 Millionen Euro.

Mehr Informationen unter: www.fill.co.at